Lexikon

Colourshift / Farbverschiebung

Unter der sogenannten Farbverschiebung versteht man eine Veränderung der Farbtemperatur einer LED, in Folge einer direkten Benetzung des Chips mit bspw. einem Gießharz. Aufgrund einer Grenzschichtveränderung am Austrittspunkt des Lichtes ergibt sich eine Farbänderung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diesem Effekt entgegenzuwirken: Einberechnung der Verschiebung auf das Endprodukt, Vermeidung der direkten Benetzung, dem Drift entgegenwirken und weitere.

Thermisches Management

Die Vielzahl an unterschiedlichen Leiterplatten, von starr bis flexibel, lässt sich kaum zusammenfassen. Alle Hersteller haben eine unterschiedliche Wärmeentwicklung und benötigen daher ein auf sich zugeschnittenes Wärmemanagement. Ob Hotspot, ganzflächig oder ausgefeilte Wärmespreitzung – die richtige Wärmeleitung entscheidet über die Langlebigkeit Ihrer Produkte. Den Spagat zwischen Notwendigkeit und Überdimensionierung zu finden, ist unser Anspruch.

Grenzbeziehungen

Produkte bestehen sehr selten aus nur einer Komponente – im Normalfall kommen Dutzende Werkstoffe zusammen, die letztlich vergossen werden. Bereits die Leiterplatte verfügt in der Regel über viele verschiedene Stoffe (Flussmittel, Lot u.a.), dazu kommen Kabel (Ummantelung u.a.), Trägerbahnen und Dichtstoffe. Um ein homogenes Produkt zu erzeugen, müssen die Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Grenzbeziehungen, deren Folge chemische Reaktionen sein können, treten häufig auf – allerdings erst beim Kunden. Eine fachmännische Abstimmung aller Komponenten ist nicht nur wichtig, sondern elementar.

Exothermie

Die Exothermie bezeichnet die entstehende Wärmeentwicklung bei exothermen chemischen Reaktionen. Darunter fallen in der Regel 2-komponentige (2K) Gießharzsysteme. Hier reagieren zwei chemische Stoffe ohne Zugabe einer Energie durch Eigenreaktion zu einem neuen Stoff. (Polyaddition von Polyol + Isocyanat = Polyurethan) Die Temperatur ergibt sich auch u.a. aus der Menge der zeitgleich zusammengeführten Komponenten. Es ist wichtig diese Temperatur zu ermitteln, bevor Produkte konstruiert werden. Die meisten gängigen Epoxy bspw. weisen eine Temperatur auf, die bereits Komponenten wie die Lotpaste schädigen können. Polyurethane hingegen reagieren meistens bei <80°C.

Wärmeausdehnungskoeffizient

Alle Werkstoffe haben einen spezifischen Ausdehnungskoeffizient bei Temperaturveränderung. Dieser sollte – für alle verwendeten Komponenten – bekannt sein und aufeinander abgestimmt werden. Ein Kunststoff kann bspw. einen um den Faktor 10 höheren Ausdehnungswert haben als Aluminium. Das führt zu Spannungen, Spannungen führen zu Rissen, und Risse führen zu Feuchtigkeitsschäden. IP68 geht anders!

...und vieles mehr!

Wir können nicht alles verraten – aber erweitern unser Lexikon stetig! Profitieren Sie von wirklichem Fachwissen!